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In Rodenäs blüht es für Bienen, Hummeln & Co

Geführte Fahrradtour durch Rodenäs

von Blühfläche zu Blühfläche mit Rolf Bernd

Landwirte aus Rodenäs und Umgebung säen immer mehr Ackerrandstreifen und sogar kleinere Fennen mit Blühmischungen an, von denen nicht nur unsere Honigbienen profitieren. Auch  Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen nutzen die neue Vielfalt im Ackerland. Natürlich freuen sich auch unsere Rehe, Hasen, Fasanen über das bunte Angebot. Sogar die selten gewordenen Rebhühner kann man gelegentlich beobachten. Kurzum, in Rodenäs blüht ihnen etwas!

Sonntag, den 7. August, 17 Uhr

(bei Dauerregen fällt die Veranstaltung aus)

Treffpunkt vor der Kirche 

Dauer: ca 2 Stunden

 Teilnahme ist kostenlos

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Zeitungsartikel im Nordfriesland Tageblatt vom 13. 9. 2013

 

Nordlicht Kalender

von Astrid Hansen, Rodenäs

für 4 €, davon geht 1 € an die Initiative,
 die sich um krebskranke Kinder und deren Familien kümmert

"Hand in hand für Norddeutschland"

zu erhalten im Café Zollhaus, Norddeich 3, Rodenäs

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 Unsere Meinung

zur

 geplanten Schweinefabrik in Rodenäs

am 22.11.10 informierte Herr Peter Pörksen, Landwirt aus Daler bei Hoyer, (DK) die Rodenäser Gemeindevertreter und etwa 40 anwesende Rodenäser Bürger über seine Absicht, auf dem nordwestlichen Gemeindegebiet einen Schweinestall und eine Bio-Gasanlage zu errichten. Der Großstall soll eine Länge von ca. 70 m und eine Traufhöhe von über 5 m haben. Dazu käme die Gasanlage in den üblichen Ausmaßen. Der Verein Kulturstation Zollhäuser Rodenäs e.V., dessen Vereinsräume nahe bei der vorgesehenen Fläche liegen, wurde, wie auch alle Dorfbewohner, von dem Vorhaben völlig überrascht und ist in Sorge um die zu erwartenden negativen Auswirkungen.

 

2006 erwarben Dr. Christine Schoefer und Dr. Armin Wulf die heruntergekommenen ehemaligen Zollhäuser von der Gemeinde Rodenäs und setzten sie vollständig instand. Damit befreiten sie die Gemeinde Rodenäs von einer finanziellen Last und die nordwestliche Einfahrt zum Dorf  - und zur Bundesrepublik!  - von einer Hässlichkeit. Dem Verein wurden in dem südlichen Zollhaus die oberen Räume für seine Zwecke (Veranstaltungen und Dorfarchiv) mietfrei überlassen. In Verbindung mit einem im gleichen Haus eingerichteten Cafe , das eine große Bücherwand aus Beständen unseres Vereins zur kostenlosen Benutzung und Mitnahme beherbergt, haben sich die Zollhäuser inzwischen zu einem lebendigen Treffpunkt für Rodenäser, nordfriesische Nachbarn und Touristen entwickelt. Wir bieten hier ein Kulturprogramm an, das in vier Jahren mit großem ehrenamtlichen Engagement aufgebaut wurde und das auf dem flachen Lande im Kreis NF seines gleichen suchen dürfte.  

Die besondere Anziehungskraft der Zollhäuser ist offensichtlich auch in ihrer einmaligen Lage begründet: an der nordwestlichsten Festlandsecke unseres Landes, an der historischen Grenzlinie von 1920, die jetzt eine offene und freundliche Grenze geworden ist, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Natur- und Vogelschutzpark Rickelsbüller Koog, an dem traditionsreichen Rodenäser Norderdeich mit seiner langgestreckten Deichbebauung, und das ganze Ensemble eingebettet in eine durch die Jahrhunderte gleichgebliebene lockere Siedlungsstruktur dieser Ecke unseres Dorfes.

 

Der Betrieb einer Agrarfabrik mit Großstall für Massentierhaltung und Gasanlage in dem nach Süden offenen Viereck der Dorfteile Rickelsbüll, Norddeich, Markhäuser würde das Dorf- und Landschaftsbild schwer beeinträchtigen. Besucher der Kulturstation sind immer wieder über den einzigartigen Blick entzückt, der sich aus den Fenstern über den Koog und die Rodenäser Dorflandschaft bietet. Er würde durch den Anblick der Agrarfabrik verdorben. Die Zollhäuser verlören durch die Nachbarschaft von Großstall und Gasbehälter mit den dazu gehörenden Silagebergen und Güllebehältern ihre bisher so anziehende Lage. Eine Geruchsbelästigung der Besucher der Kulturstation und des Cafes mit seiner großen, im Sommer frequentierten offenen Terrasse ist nicht auszuschließen.

 

Hinzu käme die Belästigung durch den unvermeidlichen Schwerverkehr zur Ver- und Entsorgung der Anlage, der auf der Straße direkt und auf dem von der Straße abbiegenden vorgesehenen Zufahrtsweg in nur geringer Entfernung an den Zollhäusern vorbei führen würde.

 

Der Verein leistet hier ohne jede Belastung öffentlicher Kassen Basis-Kulturarbeit im ländlichen Raum und fördert den Zusammenhalt im Dorf und darüber hinaus in der Umgebung. Neben dem Interesse und Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger  sind die Zollhäuser in ihrer attraktiven Lage das Pfund, mit dem wir wuchern können. In ihrer traditionell gewachsenen und bis heute bewahrten Umgebung sind sie für Rodenäser und Gäste ein Ort, an den man gern geht und für unseren Verein die Bühne unseres Angebots. Dies alles würde unter der Nachbarschaft einer Agrarfabrik dauerhaft leiden. Wir können uns nicht vorstellen, dass die gewinnorientierten Planungen eines Einzelnen mit Fixierung auf diesen Standort größeres Gewicht haben sollen als die ungefährdete Fortführung der erfolgreichen gemeinnützigen Arbeit des Vereins mit ihrer Ausrichtung auf das Gesamtinteresse. 

Elke Nord und  Barbara Schmidt-Tychsen