Natur

 

 

Rodenäs blüht auf

 

Es blüht nicht nur sommerlich in vielen Rodenäser Gärten, sondern seit einigen Wochen auch auf einem Ackerstreifen am Rande eines Kornfeldes. Darüber freuen sich besonders Blumenliebhaber aus der Nachbarschaft, nämlich unzählige Honigbienen aus den Bienenstöcken der Rodenäser Hobbyimker. Sobald die Sonne eine Wolkenlücke findet, beginnt im Blühstreifen ein eifriges Summen und Brummen. Es gilt jetzt, die Brut in den Stöcken mit reichlich  Nektar und Pollen zu versorgen. Der Bienenachwuchs soll schließlich kräftig und gesund den Winter überstehen können.

Der Blühstreifen bietet schon im ersten Jahr nach der Anlage ein buntes Bild: blaues Büschelschön (Phacelia), Borretsch und Kornblumen wetteifern um das schönste Blau. Klatschmohn, roter Lein (Kulturform) und Ringelblumen leuchten im Meer der Kamille.
Nicht nur die Honigbienen lieben die Artenvielfalt: Wildbienen und Schwebfliegen schwirren über den Blüten, Hummeln „wälzen“ sich im Pollen des Mohns, die Fasanenhennen führen ihre Küken ins blühende Paradies, die Hasen schätzen die „Apotheke“ der Wildkräuter, naschhafte Rehe probieren neue „Geschmacksrichtungen“, und über allem liegt der Duft der Kamille.
Das Ehepaar Marie-Luise und Rolf Berndt lebt seit kurzem in Rodenäs und hat sich vorgenommen, den Bienen viel Gutes zu tun; denn mit dem Artenreichtum könnte es in der nordfriesischen Marsch besser bestellt sein.
Die Gestaltung dieses Blühstreifens ermöglichte der Eigentümer und Landwirt Peter-Möller Ehlers. Gern stellte er einen halben Hektar Ackerland zur Verfügung. Die Idee begeisterte  auch Iwer Heinsen, Vorsteher der Jagdgenossenschaft Rodenäs ebenso wie die Jäger der Gemeinde Rodenäs, vertreten durch Edlef Holm Kjer und auch den Bürgermeister Thomas Dose der Gemeinde Rodenäs. Durch deren großzügige finanzielle Unterstützung konnte das Vorhaben gelingen.
Die Gewitterregen setzen dem Bienen/Wildacker heftig zu. Dennoch hoffen Jäger und Hobbyimker noch auf einen spätsommerlichen Blütenflor, eine reiche Aussaat für das kommende Jahr und – auf Nachahmer!
Rolf Berndt

 

Unser Mitglied der Kulturstation Zollhäuser Rodenäs e.V., der ehemalige Revierförster und Träger des Umweltpreises der Stadt Schwartau, Rolf Berndt, erst 2011 zugezogen in Rodenäs, setzt gleich ein Zeichen mit der Anlage eines Blühstreifens im Sinne einer nachhaltigen Landschaftspflege zur Erhaltung der Artenvielfalt gegen Monokulturen. Die Landesregierung  plant ab 2014 eine Förderung von Blühstreifen.

 

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September 2012

Am deutsch-dänischen Deich in Rodenäs sind Säbelschnäbler, Knuts, Grau- und Nonnengänse zu sehen.

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Einmalige Vogelwelt

Ein ornithologisches Paradies bietet das nördlichste Vogelschutzgebiet im Rickelsbüller Koog und im Margrethe Koog in Dänemark.

Die Biotopvielfalt vom Nationalpark Wattenmeer in der Tonderner Marsch ist der Geheimtipp für Ornithologen.

 Eine unglaubliche Artenvielfalt ist zu beobachten.In den Vogelzugzeiten sieht man die Gänse dicht an dicht auf den Grasflächen: Graugänse, Nonnengänse und Ringelgänse.

Die Lachmöwen, Sturmmöwen und Silbermöwen sorgen für Nachwuchs auf der "Möweninsel" mitten im Rickelsbüller Koog.

Und natürlich jede Menge andere Vogelarten:  Austernfischer, Säbelschnäbler, Mornellenregenpfeifer u.a.

Im Frühjahr und Herbst jeden Jahres verschmelzen hier rund eine halbe Million Stare am Himmel zur  Schwarzen Sonne/sort sol. Für die Beobachter ein einzigartiges Naturschauspiel!

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