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TASCHEN AUS MAURETANIEN   fair trade -  handmade

PK10 heisst der Stadtteil der Hauptstadt Nouakchott, wo sie herkommen."PK sac" nennt eine Gruppe Frauen ihre Initiative, die sie zusammen mit der deutschen Schneiderin Andrea Ohlhauser von Lanzarote entwickelt haben. (sac=frz für Beutel)Nähen gelernt haben die Frauen im Rahmen eines Alphabetisierungsprojekts des Bischofs von Mauretanien, Martin Happe. Seine Devise ist: Bildung schafft Sicherheit und macht gleichwürdig. Fair bezahlte Arbeit im eigenen Land hilft weiter als gefährliche Fluchten und bittere Abhängigkeit.Aus Afrika soll man Produkte kaufen statt Rohstoffe zu plündern.

Die Taschen sind ein Beispiel dafür.

Sie sind der erste Exportschlager der noch kleinen Kooperative. Sie sind auch gedacht als Alternative zur Flut von Plastiktaschen.'David gegen Goliath', mag mancher seufzen und resignieren: 'der riesigen Bedrohung werden wir nicht Herr!'  Ein Trost zur Erinnerung: David hat den Riesen besiegt.Und: auf den Taschen sind Fussabdrücke zu sehen. Zum Zeichen dafür, dass auch der weiteste Weg mit ersten kleinen Schritten beginnt.Ausführliches zur Geschichte der Taschen findet sich auf einem Informationsblatt in jeder Tasche. Wer noch mehr wissen möchte, wende sich an Thurid Pörksen, Rickelsbüll 10, Tel. 04668-959219

Eine Tasche kostet nur 6.-€

Die Taschen sind bei Maren Dose im Zollhaus-Café zu erhalten.

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"Unser Dorf soll schöner werden!"

Wie schon in den Vorjahren, so stehen auch in diesem Jahr sehr viele Schrottautos auf den Feldern in Rodenäs. Wir werden oft gefragt, was das zu bedeuten hat. Schön ist das jedenfalls nicht und entsetzt die Touristen, die am Deich eines Naturschutzgebietes keine Abfallautos erwarten.  

Kulturstation Zollhäuser Rodenäs e.V.       Februar 2013

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Es gibt neuerdings eine Windmühle

vor dem Zollhaus Café

 

"Stolperstein" für Nazi-Opfer

Rodenäs/dew - Zur Erinnerung an den Rodenäser Hans Hugo Schnack, der 1944 in der Nerverheilanstalt Meseritz-Obrawalde durch eine tödliche Injektion getötet wurde, soll im Ortsteil Ophusum ein "Stolperstein" in den Straßenbelag eingefügt werden. Das ist eine kleine Messingplatte, in die der Name des Opfers geprägt ist. Angehörige des Ermordeten werden seiner im Rahmen eines Empfangs am 30. Juli im Rickelsbüller Hof gedenken. Die Gemeindevertretung stimmte der Verlegung des Stolpersteins zu. Solche Gedenktafeln sind bisher an 300 Orten in Deutschland, Österreich, Ungarn und den Niederlanden verlegt worden und erinnern an die Opfer der Nazizeit. ...

aus NFT vom 20. Februar 2009

dazu aus "Rodenäs, Chronik eines Dorfes", 2003, über "Unangepaßte in Rodenäs", von 1933-1945, Seite 439 bis 443

Hans Schnack, geb.1895, seit 1925 in Rodenäs, lehnte den Nationalsozialismus von Anfang an ab. Aus seiner kritischen Haltung machte er nie ein Hehl. Nach der sogenannten Machtergreifung wurde er im Juli 1933 zum ersten Mal verhaftet und in "Schutzhaft genommen". Bei seiner Entlassung im August 1933 lässt ihn der Landrat in Niebüll anweisen, "sich jeder politischen Betätigung im nichtnationalsozialistischen Sinne zu enthalten". Falls nicht, "werden Sie erneut (auf unabsehbare Zeit) in Schutzhaft genommen". Hans Schnack blieb aber bei seiner offenen Ablehnung des NS-Staates. 1940 wurde er erneut festgenommen. Er habe "gehetzt, Unfrieden gestiftet" und "stehe der nationalsozialistischen Ordnung und damit der Volksgemeinschaft ganz fern und ablehnend gegenüber". Man sperrte ihn in die Landes-Heil-und Pflegeanstalt Schleswig. Von dort gelang ihm im Juni 1943 die Flucht. Ihm schwebte vor, in die Schweiz zu entkommen. An der Mosel wurde er schließlich wieder festgenommen und nach Schleswig zurück gebracht. Obwohl die zurückliefernde Polizeidienststelle der Gemeinde Brodenbach an der Mosel in einem Begleitschreiben Zweifel an seiner "Geisteskrankheit" äußerte, sondern ihn für "einen normalen intelligenten Menschen" hielt, kam er nicht frei. 1944 wurde er mit einem Transport in die Nervenheilanstalt Meseritz-Obrawalde gebracht. Dort wurde Hans Schnack mit einer tödlichen Injektion ermordet. Die dortige Oberärztin und eine Anstaltspflegerin wurden 1946 wegen Mordes in über 100 Fällen zum Tode verurteilt.

Wir werden wieder "Rodenäs"

Es ist beschlossene Sache: die Ortstafeln werden ausgetauscht. Die Kulturstation Zollhäuser aber bleibt weiter im Niemandsland zwischen Rodenäs und Hoyer. Wir werden eine gute Wegbeschreibung machen. wer näheres erfahren will, geht über http.//sites.google.com/site/rodenaes  15.5.09

Ortstafelstreit: Die unendliche Geschichte

Die Einwohner von Rodenäs kämpfen für eine eindeutige Beschilderung ihrer Ortschaft. Die Entscheidung soll in einer Verkehrsschau fallen.

Rodenäs/daw - Wer nach Rodenäs will, kommt laut Ortsbeschilderung entweder in Oldorf oder in Neudorf an - und findet erst unter dieser Ortsbezeichnung den Hinweis, dass er tatsächlich in der Gemeinde Rodenäs gelandet ist. Diese 2006 eingeführte Beschilderung hat Dorfbewohner auf die Barrikaden gebracht. In der Januarsitzung der Gemeindevertretung wurde von einem Schildbürgerstreich gesprochen - unter anderem mit der als Beispiel angeführten Begründung, wenn auf dem Ortsschild Oldorf stehe, dann sei man doch nicht in Oldorf, sondern in Klixbüll. Um möglichen Verwirrungen ein Ende zu bereiten, schlugen die Rodenäser vor, an den fünf Ortseingängen nur noch das Schild "Rodenäs" ohne Zusatz darunter aufzustellen. Auf den Rückseiten dieser fünf Schilder sollte die untere Hälfte das rot durchstrichene Rodenäs zeigen und die obere den Hinweis auf den nächsten Ort: das wären je zweimal Hoyer mit dem Zusatz "9 km" und je einmal die drei Kilometer entfernten Nachbarorte Neukirchen, Klanxbüll und Rodenäs. Diesem dem Kreis Nordfriesland zugeleiteten "Antrag auf Anordnung" hat die Verkehrsaufsicht nicht zugestimmt - mit dem Hinweis, derlei Ortstafeln kämen nur bei einer zumindest einseitig geschlossenen Bebauung in Frage. "Die haben wir in Rodenäs nicht", erklärten unisono Hans Friedrich Andresen aus dem Ordnungsamt Südtondern und Gerhard Arfsen, der Leiter der Straßenmeisterei Leck. " Haben wir doch", widersprach ihnen der Rodenäser Wolfgang Naie und wurde von Karl-Detlef Sönnichsen mit der Anmerkung unterstützt, hier werde ein bereits begangener Schilbürgerstreich durch einen anderen ersetzt. Bürgermeister Thomas Dose schlug vor, die Situation durch eine erneute Verkehrsschau klären zu lassen - "und dass dann aber endgültig". Sie soll in Kürze stattfinden. Polizei, Straßenbaulastträger, Gemeinde, Amts-Ordnungsamt und Kreis werden daran teilnehmen. Und danach soll dann eine (endgültige?) Anordnung folgen. Wolfgang Naie, ein Rodenäser, der auf Sylt arbeitet: "Wir wollen es nicht mehr hinnehmen, dass Fremde in unser Dorf kommen, und nicht wissen, ob sie denn nun wirklich in Rodenäs sind. Urlauber und Zusteller waren durch die Beschilderung irritiert. Ich weiß heute noch nicht, wer das damals so geregelt hat, wie es heute ist. Die Rodenäser haben unter sich nichts gegen einander. Wir sind ein friedliches Dorf". Den Verantwortlichen der drei kommunalen Ebenen fällt jetzt die Aufgabe zu, eine allen Bürgern verständliche Interpretation des Begriffs "geschlossene Bebauung" zu finden. Auch sollten eventuelle Freiräume, wie sie gesetzliche Vorschriften durchaus schon mal zulassen, ausgespäht und genutzt - und auf allzu strenge Buchstabentreue sollte verzichtet werden.

Aus NFT vom 19. 2. 2009, ebenso nachfolgendes Zeitungsbild