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2017

Jeden ersten Montag im Monat "Trauercafé" mit Thurid Pörksen

Jeden Mittwoch Yoga mit Jutta Dehnkamp 17 Uhr

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Zollhaus-Rückblick auf 2012

Liebe Freunde der Kulturstation!
Wie jedes Jahr stellten wir einen Jahresrückblick unserer Arbeit für die einmal jährlich erscheinende Dorfzeitung „Rund um`s Dorfgeschehen“ zusammen. Diese bekommt dann jeder Rodenäser ins Haus geliefert. Allen, die nicht hier wohnen, möchten wir den Rückblick 2012 nicht vorenthalten, schon um Sie weiterhin für unsere Veranstaltungen zu interessieren.
Wir hatten 39 Veranstaltungen, 1445 Besucher und viel Resonanz in der Presse.
Der bewährte Yoga Kurs mit Jutta Dehnkamp, immer mittwochs, fand das ganze Jahr hindurch statt.
Ebenso der Biografie-Kurs mit Ulrike Schulz, dessen Ergebnis wir in einer Lesung am 10. März 2013 vorstellen werden. Ein großer Erfolg war die Lesung am 3. Februar, in der die Teilnehmerinnen von 2011 aus ihren Büchern lasen.

 

 

 

 

 

Die Philosophische Werkstatt mit Volkmar Camin vom Norddeich bot drei interessante Abende zu Ehren von Jean-Jacques Rousseau, Blaise Pascal und Johann Gottlieb Fichte.
Neu: ab Juni war jeder erste Montag im Monat für das „Café Sonnenschein“ reserviert. Thurid Pörksen begleitet Trauernde durch ihre schwere Zeit. Wird 2013 fortgeführt.
Im „Offenen Gesprächskreis“ hatten wir fünf Veranstaltungen mit Manfred Probstmeyer, der in die Philosophie Schopenhauers einführte. An vier Abenden stellte Rainer Adelheim im „Projekt Bildung“ gelungene Schulen in Deutschland und Europa vor.
Das Café Zollhaus wurde 2012 von Maren Dose allein weitergeführt. Außer Kaffee und Kuchen bot  sie viele Spezialitäten passend zur Jahreszeit an. Dazu konnte man sich wie gewohnt Bücher anschauen und mitnehmen, soviel man tragen wollte.

 

 

 

 

Das Regal mit den Büchern im Gemeindehaus ist ein Selbstläufer.  Gebrachte und geholte Bücher hielten sich die Waage, sodaß wir uns kaum kümmern mussten.

Am 4. März begann unsere erste Ausstellung „Fre som fuglen“ mit der dänischen Künstlerin  Else-Pia Martinsen-Erz, die bis Mai verlängert wurde. Sie hat die Vogelwelt am Meer und Deich mit ganz besonderen Farben gezeigt. Man kann die Bilder weiterhin in Ihrer Galerie in Skærbæck betrachten.

 

 

 

Unserer ersten Geschichtswerkstatt am 9. März mit Hanno Nord und Rainer Adelheim folgten noch weitere sechs Veranstaltungen - im Fokus:  Der erste Weltkrieg.  Themen waren: Auf dem Wege zur europäischen Urkatastrophe – Der innere Zustand des deutschen Reiches um die Jahrhundertwende – Das Kind im kaiserlichen Deutschland – Der Schrecken der Materialschlachten – Haber und der Giftgaskrieg – Kriegspropaganda, Wahrheit und Verklärung. Gastredner waren Dr. Andreas Hamann, Lüneburg und Georg Klein, Unna.
Der Beginn einer neuen Veranstaltungsreihe von Lyriklesungen mit Hans-Jürgen Wagner war am 1. Mai. Er las Frühlingsgedichte. Dazu spielte und sang Detlef Enewaldsen. Es folgten Sommergedichte am 31. Juli und Herbstgedichte am 2. Oktober. Die Wintergedichte folgen am 12. Februar 2013. Im Café waren stets alle Plätze besetzt. Zum Nachlesen gibt es jeweils unsere Zollhaus Hefte.
 

 

Vom 10. – 13. Mai wurde gezeichnet! Die oberen Räume verwandelten sich in eine Zeichenwerkstatt. 13 Teilnehmer waren von morgens bis abends eifrig dabei, sich von Prof. Jörg Funhoff, Berlin in der Kunst des Zeichnens unterweisen zu lassen. Fast alle Teilnehmer treffen sich noch bis heute zum gemeinsamen Zeichnen.

 

Am 15. Mai machte uns nun schon zum fünften Mal Wolfgang Welter das Vergnügen mit „Unheilbar gesund“,  am 7. August folgte „Wenn einer eine Reise tut…“ und am 20. November „Gänsehaut & Co.“ Letzteres waren düstere Geschichten zum Gruseln, passend zur Jahreszeit. Diese Veranstaltungen sind so beliebt, dass wir Eintritt nehmen und um Voranmeldung bitten mußten. Sonst wären wir hoffnungslos überfüllt gewesen. Das Eintrittsgeld spendete Wolfgang Welter dem Verein.

 

16. Mai : Die NFT begann eine Serie „Schleswig-Holstein Reise, 44 Tips für einen schönen Tag in Südtondern“. Wir waren eine der Empfehlungen mit Foto vom Zollhaus  unter „Literarische Geschenke“, eine Anspielung auf die kostenlose Bücherabgabe im Zollhaus.
Am 14. Juli trug der Schauspieler Timo Schöfer, Köln das Kunstmärchen „Regentrude“ von Theodor Storm vor. Volles Haus und konzentriertes, dankbares Publikum. Ein nicht alltäglicher Abend.
Am 20. Mai Eröffnung der Ausstellung „Sprechende Wände“ von Marianne Eberlein. Sie zeigte Frottagen und Bilder aus den Arrestzellen des alten Tonderner Gefängnisses und lockte damit viele Besucher, sich diese Zellen dort einmal anzusehen.

 

 

 

 

Am 1. Juni las Prof. Uwe Pörksen, der in Schleswig-Holstein aufgewachsen ist, aus seinem Roman „Riß durchs Festland“.  100 Jahre Geschichte zwischen Königsau und Eider und die deutsch-dänischen Beziehungen werden anhand seiner Familiengeschichte spannend erzählt. Das war für die Besucher so interessant, dass wir Uwe Pörksen baten, am 14. September noch einmal aus seinem Buch zu lesen und die vielen Fragen, die die Zuhörer hatten, zu beantworten.

 

Am 29. Juli Eröffnung der Ausstellung „Taschenkunst“ mit den Künstlerinnen Ellen Schütz, Karin Krawietz, Julia Nierade, Christiane Limper und dem Künstler Philip Drenckhahn. Zu sehen waren Kunstwerke im Scheckkartenformat.

 

Ellen Schütz
Karin Krawietz
Lulia Nierade
Philip Drenckhahn
Christiane Limper

 

Dazu stellten wir 160 Handtaschen aus, die uns leihweise zur Verfügung  gestellt wurden. Es war wieder eine von unseren wachsenden Ausstellungen, denn im Laufe der Ausstellung wurde die Menge der Taschen immer größer.

 

Am 5. August das traditionelle Orgelkonzert mit Prof. Dr. Ulrich Eckhardt, Berlin. Diesmal konnte es nicht in der Rodenäser Kirche stattfinden, da an der Heizung gebaut wurde. So mussten wir für das fest eingeplante Konzert eine andere Kirche suchen. Durch die Freundlichkeit der dortigen Gemeinde wurde uns die schöne Kirche in Ubjerg überlassen. Wir hörten „Hirtenmusik zu Schäferstunden“ und lernten dabei auch eine andere Kirche kennen. Einige dänische Besucher: „Wir wussten gar nicht, dass in unserer kleinen Orgel solche Musik steckt.“

 

 

Am 9. November wurde die Kulturstation Zollhäuser Rodenäs e.V. zu einer Konferenz „Städte für Europa“ in das Rote Rathaus Berlin eingeladen. Mit uns waren noch 50 andere Projekte aus allen Ländern Europas geladen. Es ging darum, was man in seiner Region grenzüberschreitend für ein besseres gegenseitiges Verstehen tun könne. Von all den Projekten konnten sich 6 mit ihrem Programm vorstellen. Wir waren dabei! Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt, was wir in dem kleinen Dorf, ohne öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen, auf die Beine stellen. Natürlich ginge alles nicht ohne die großzügige Überlassung der Räume durch Armin Wulf. Wir präsentierten uns mit einer Karte vom Grenzbereich Nordschleswig/Südtondern, in die wir Rodenäs groß und rot eingetragen hatten. Viele Projekte arbeiten zusammen mit Partnerstädten in anderen Ländern. Wir suchen noch unser Partnerdorf in Dänemark!

Im September bekamen wir von Mogens Lesch, Niebüll eine Büchersammlung mit hauptsächlich heimatkundlichen Büchern in dänischer Sprache geschenkt, die sein Vater Georg Lesch im Laufe seines Lebens zusammengetragen hatte. Eine Fundgrube für unser Archiv!

 

 

Am 25. November hatten wir unseren Kinderbuchtag. Dieses Jahr lagen 1100 Bücher aus. Davon wurden ca. 700 Bücher mitgenommen. Die Bibliothek der Kinderabteilung des Niebüller Krankenhauses hat sich reichlich eingedeckt. Die Arbeit des Auf- und Abbaus hat sich gelohnt!

Am 2. Dezember Eröffnung der Ausstellung der Malerin Ulla Ruissalo aus Lexgaard. 30 großformatige Bilder in Öl auf Leinwand sind im Café und in den oberen Räumen noch bis Mitte Februar zu besichtigen. Es lohnt sich.

 

 

Am 4. Dezember stellte Barbara Schmidt-Tychsen wie jedes Jahr neue und vergessene Bücher vor. Trotz des überraschenden Wintereinbruchs mit Schnee und Glatteis ließen sich unsere Gäste nicht davon abhalten zu kommen. Die Besucher genossen den gemütlichen Abend im Zollhauscafé. Man kann auf unserer Homepage die Buchempfehlungen nachlesen.
Die Geschichtswerkstatt am 7. Dezember schloss die Reihe unserer Veranstaltungen 2012 ab.
Auf Honorar für ihre Darbietungen verzichteten: Wolfgang Welter, Ulrich Eckhardt, Timo Schöfer, Uwe Pörksen, Hans-Jürgen Wagner, Manfred Probstmeyer
Wir danken dem Solarpark Rodenäs für die Mitfinanzierung einer deutsch/dänischen Anzeige für die Zollhäuser und für eine Spende von 1 000 €.
Von unserer Dorf-Chronik gibt es noch einige Exemplare.
 Die Planung  2013 steht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 Elke Nord 04668 557 und Barbara Schmidt-Tychsen 04661 67300 elke-nord@brueckenplatz.de     barbara-ilse@foni.net

„Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts“

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Grenzenlose Zollstation

 

Anlass für die Gründung des Vereins Kulturstation Zollhäuser Rodenäs e.V. war 2006 der Kauf der ehemaligen Zollhäuser am Grenzübergang Sieltoft nach Hoyer durch Dr. Christine Schoefer und Dr. Ing. Armin Wulf. Die Zollhäuser wurden nach der Grenzziehung 1920 gebaut. Dr. Wulf ist Initiator und zusammen mit Frank Groneberg Gründer der Rodenäser Solarindustrie.
In guter Unternehmertradition hatten Dr. Christine Schoefer und Dr. Ing. Armin Wulf von Anfang an die Absicht, eines der Häuser zur Förderung des Rodenäser Gemeindelebens und als Kulturstation zu nutzen. Es lag nahe, zur Unterstützung und Realisation dieses Vorhabens den gemeinnützigen Verein Kulturstation Zollhäuser Rodenäs e.V. zu gründen.
Gründungsmitglieder sind: Dr. Christine Schoefer, Dr. Armin Wulf, Prof. Dr. Ulrich Eckhardt, Elke Nord, Hanno Nord, Joachim Schröder, Thomas Dose, Barbara Schmidt-Tychsen.
Vorsitzenden des Vereins sind Elke Nord und Barbara Schmidt-Tychsen.

 

 

Zollhaus am 20. Dezember2010

Zollhaus im Mai 2009